Altbau

Vorhandene Gebäude werden nach ihrem Alter ganz unterschiedlich als Altbauten eingestuft.
Teilweise wird von Bauten, die vor 1948 entstanden sind, teilweise von Bauten, die älter als 30 Jahre sind, ausgegangen.

Altersversorgung

Die Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums sollte so geplant sein, dass die Immobilie mit dem Eintritt des Bauherrn in den Ruhestand möglichst belastungsfrei ist. Ein bezahltes Haus oder Eigentumswohnung kann eine wichtige Säule der Altersversorgung sein, da dies einerseits das Rentnerbudget um die Miete entlastet und andererseits einen relativ inflationssicheren Sachwert darstellt.

Mit der neuen Wohnungsbaukreditrichtlinie (März 2016) sind die Bedingungen für Kreditnehmer deutlich verschärft worden. Künftig muss ein Kreditnehmer nachweisen wie er die Immobilie nach Eintritt in die Rente/Pension bezahlen will bzw. kann, sofern die Immkobilie über diesen Zeitpunkt hinaus finanziert werden soll.

Anderkonto

Treuhandkonto eines Notars für die Verwahrung von Fremdgeldern, z.B. des Kaufpreises bis zur Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags.

Heute wird generell mit der sogannten Direktzahlung gearbeitet, d.h. der Käufer zahlt direkt an den Verkäufer und ggfs. auch an die Gläubiger des Verkäufers, nach Aufforderung des Notars. Die Verantwortung, dass diese Aufforderung erst nach Vorliegen aller gestzlich vorgeschriebenen Bedingungen erfolgt, trägt der Notar.

Annuität

So bezeichnet man den Betrag, den Sie für ein Darlehen oder eine Hypothek regelmäßig jährlich aufzuwenden haben. Diese Annuität ist ein stets gleichbleibender (monatlicher/ vierteljährlicher) Betrag, der sich aus einem Zinsanteil (laufend abnehmend, weil regelmäßig abbezahlt wird) und einem Tilgungsanteil (laufend zunehmend, weil auf die abnehmende Darlehenssumme immer weniger Zinsen zu zahlen sind) zusammensetzt. Die ersparten Zinsen werden zur Tilgung eingesetzt, so dass die Jahres- bzw. Monatsraten immer gleich bleiben, bis der gesamte Kredit zurückgezahlt ist.

Annuitätendarlehen

Damit ist genau der Kredit gemeint, der im Stichwort Annuität erläutert wurde. Je nach den finanziellen Möglichkeiten lauten dann die entsprechenden Vereinbarungen z.B. "4,5% Zins und 1% Tilgung zuzüglich ersparter Zinsen".
Hinweis: Eine höhere Tilgung verkürzt die Laufzeit eines Darlehens natürlich.

Auflassungsvormerkung

Dient der Sicherheit des Käufers eines Grundstücks und ist eine Eintragung im Grundbuch. Damit sind Verfügungen, die nach Eintragung der Auflassungsvormerkung über das Grundstück getroffen werden, gegenüber dem Käufer unwirksam. Das heißt zum Beispiel, dass ein Zweitverkauf der Immobilie nicht möglich ist, weil die Auflassungsvormerkung im Grundbuch als Sperre wirkt.
Konkret: In Abteilung II des Grundbuchs wird eine Eintragungssperre zugunsten des Käufers eingetragen. Alle späteren Eintragungen muss der Käufer nicht gegen sich gelten lassen. Hiermit wird u.a. sichergestellt, dass das Grundstück nicht ein zweites Mal verkauft wird. Die Auflassungsvormerkung sollte unbedingt im Kaufvertrag vermerkt sein. Nach Zahlung des Kaufpreises und Eigentumsübertragung wird die Vormerkung gelöscht.

Außenbeleuchtung

Die Außenbeleuchtung muss bei beginnender Dunkelheit eingeschaltet werden. Kommen Passanten durch fehlende Beleuchtung zu Schaden, so trägt der Eigentümer die dadurch entstandenen Schäden.

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Baulastenverzeichnis

Das Baulastenverzeichnis ist bei den Bauämtern der Gemeinde hinterlegt. Hier werden Lasten und Beschränkungen eines Grundstücks vermerkt, sofern diese von öffentlichem Interesse sind. Zum Beispiel Abstandsflächenüberschreitungen oder auch Wegerechte zur Erschließung eines Grundstücks. Bevor Sie eine Immobilie erwerben, sollten Sie das Baulastenverzeichnis einsehen, um vor etwaigen Überraschungen geschützt zu sein.

Bebaubarkeit

Zur Bebauung eines Grundstücks ist grundsätzlich eine Baugenehmigung erforderlich. Wenn jedoch eine Baugenehmigung nicht oder nicht zwingend vorgeschrieben ist, genügt das Vorliegen einer Bestätigung der zuständigen Behörde, dass die Baugenehmigung als erteilt gilt oder nach den baurechtlichen Vorschriften mit dem Bauvorhaben begonnen werden darf.

Bebauungsplan

Bezeichnet das Baugebiet und schreibt planungsrechtliche Mindesterfordernisse vor, an die Sie sich halten müssen. Sie können und sollten ihn beim kommunalen Bauamt einsehen, denn mitnehmen oder kopieren ist meistens nicht möglich.

Belastung

Es ist wichtig, dass die Grenze der eigenen Belastung im Anschluss an den Bau oder Kauf eines Objektes nicht überschritten wird. Die finanzielle Belastung sollte 40% des Nettofamilieneinkommens nicht überschreiten. Sicherheitshalber sollten Sondereinnahmen nicht in die Berechnungen mit einfließen, da sie nur selten regelmäßig und verlässlich sind.

Beleihungsgrenze

Auf der Grundlage des Beleihungswertes wird eine sogenannte Beleihungsgrenze festgesetzt. So werden 60- 80% bei Hypothekenbanken, 80- 90% bei Banken und Sparkassen, 45% bei Lebensversicherern und 80% bei Bausparkassen, des Beleihungswertes bei Wohnungsbaufinanzierungen als Obergrenze der Fremdfinanzierung festgesetzt.

Beleihungswert

Danach richtet sich die Höhe der zu vergebenden Finanzierungsmittel für das Immobilienobjekt. Grundsätzlich spielt dafür der Bauwert (die Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten) und der Bodenwert (der auf Dauer erzielbare Preis für ein solches Grundstück) eine Rolle.

Bereitstellungszinsen

Sie fallen vom Zeitpunkt der Darlehenszusage jeweils für den Teil an, der noch nicht ausgezahlt ist. Sie werden berechnet für die Zeitspanne, in der ein zugesagter Kredit nicht abgerufen wird. Das trifft meist in Fällen zu, in denen Teilkredit- Auszahlungen sich am Baufortschritt orientieren. Das können der gesamte Betrag oder jeweils entsprechende Teilbeträge sein. Am günstigsten für Sie ist es natürlich, wenn überhaupt keine Bereitstellungszinsen zu zahlen sind. Das sollte Ihr erstes Ziel sein. Ist das nicht durchzusetzen, so kann es im Endeffekt auf dasselbe hinauslaufen, wenn Sie den Zeitpunkt möglichst weit hinausschieben können, ab dem Bereitstellungszinsen zu zahlen sind. Etwa erst nach 6, 10 oder 12 Monaten. Vieles hängt dabei von einer geschickten Finanzplanung ab.

Bürgschaftssicherung

Anstelle der Sicherheiten nach § 3 ff. MABV, können Zahlungen des Käufers auch dadurch gesichert werden, dass der Bauträger dem Käufer die selbstschuldnerische Bürgschaft einer Bank aushändigt, in welcher der Bürge für alle etwaigen Ansprüche des Käufers auf Rückgewähr oder Auszahlung seiner Vermögenswerte einsteht.( §7 MABV). Die Bürgschaft ist zurückzugeben, wenn die Voraussetzungen nach §3 MABV eingetreten sind und sich der Bauträger an den Ratenplan gemäß MABV hält oder falls er das nicht tut, das Vertragsobjekt vollständig fertig gestellt ist. Gesichert werden müssen sämtliche Zahlungen, die der Käufer geleistet hat. Es reicht daher nicht aus, wenn dem Käufer nur hinsichtlich eines Teils der von ihm bezahlten Beträge eine Bürgschaft gestellt wird.

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Carport

Ein Carport dient als Garagenersatz. Er besteht häufig aus einer Balkenkonstruktion aus Holz mit drei Wände und Überdachung. Grundsätzlich sind Carports genehemigungsfrei, dürfen aber festgelegte Größen nicht überschreiten. So ist z.B. die max. Höhe mit 3 Metern festgelegt und er muss mind. 3 Meter vom Grundstückende entfernt sein. Das kann von Bundesland zu Bundesland variieren.

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Darlehen

Vermeiden Sie auf jeden Fall eine Überfinanzierung, bei der die Darlehenssumme über den reinen Kaufpreis hinausgeht!
Tipp: Die Maklercourtage kann normalerweise nicht mitfinanziert werden. Banken verlangen oft einen Eigenanteil von 20% des Kaufpreises, bevor ein Darlehen/Hypothek gewährt wird.

Disagio

Für die Finanzierung selbstgenutzter Immobilien ist ein Disagio in der Regel nicht sinnvoll. Im Prinzip ist das Disagio eine erhöhte Bearbeitungsgebühr der Bank. Im Gegenzug verlangt die Bank geringere Zinsen (siehe unten).

Disagio, Damnum

Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag, z.B. eines Gebäudedarlehens. Führt zu einem niedrigeren Nominalzins für das Darlehen und somit zu einer geringeren monatlichen Belastung

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Effektivzins

Der Effektivzins gibt die tatsächlichen Kosten eines Kredits an. Er berücksichtigt neben dem Nominalzins (“nackter Zins”) auch Bearbeitungsgebühren, ein Disagio, die Art der Zins- und Tilgungsverrechnung und eventuelle Vermittlungsprovisionen. Der Effektivzins ist der beste Maßstab, Kreditangebote mit gleicher Zinsbindung zu vergleichen. Banken müssen allerdings nach der Preisangabenverordnung nicht alle Kreditkosten in den Effektivzins einrechnen. Zusätzlich fallen oft noch Schätzgebühren, Bereitstellungszinsen, Teilauszahlungszuschläge und Kontoführungsgebühren an. Sie sollten sich vom Effektivzinsvergleich nicht allzu viel versprechen, denn einige wichtige Kostenbestandteile sind im Effektivzins nicht enthalten. Diese haben aber auf die Gesamtbelastung aus einem Kredit unter Umständen ganz erheblichen Einfluss.

Eigenheimzulage

Die Eigenheimzulage wird über 8 Jahre gezahlt. Um sie in vollem Umfang nutzen zu können, ist es wesentlich, dass die Bezahlung des Kaufpreises und die Ummeldung auf die neue Adresse im gleichen Jahr erfolgen. Wird zum Beispiel eine Wohnung in 1999 erworben und bezahlt,, die neuen Eigentümer sind aber erst ab 2000 offiziell dort mit ihrer Adresse gemeldet, so wird für 1999 die Eigenheimzulage nicht gezahlt. Dieses Jahr ist dann tatsächlich verloren und wird nicht später wieder angehängt! (siehe Gesetze: Eigenheimzulagegesetz). Die Eigenheimzulage wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr neu gewährt.

Eigenkapital

Setzen Sie für die Finanzierung einer eigenen Immobilie soviel Eigenkapital wie möglich ein. Eine stets verfügbare Reserve von 3 bis 6 Nettomonatsgehältern sollten Sie allerdings für unvorhergesehene Ausgaben behalten. Bei der Kalkulation zum Kauf eines Eigenheims vergessen Sie nie, dass eine Immobilie auch bewohnt werden muss und dabei Nebenkosten entstehen. Je nach Bundesland und Energieversorger gehen Sie für ein “normales” Einfamilienhaus von 400-660 Euro pro Monat aus. Bei Eigentumswohnungen liegt dieser Anteil geringer, dafür werden aber von jedem Eigentümer in einem Objekt monatliche Zahlungen für den Unterhalt, die Renovierung/Instandhaltung/Umbauten verlangt. Diese Kosten können erheblich sein!

Energieeinsparungsverordnung (EnEV)

Der Energieausweis ist bei Neubauten oder wesentlich geänderten Gebäuden (§16 (1) EnEV) vorzulegen.

Im Falle des Verkaufs einer Immobilie oder bei Vermietung ist der Energieausweis dem Interessenten vorzulegen. Schon bei Bewerbung einer Immobilie in Printmedien oder auf Online-Portalen ist der Energiekennwert und die Klassifizierung anzugeben. Zuwiderhandlungen können abgemahnt werden und sind mit Geldbußen bis 15.000 Euro belegt. Der grundlegende Energieausweis wird immer für ein ganzes Gebäude ausgestellt.

Erbbaurecht

Dinglich gesichertes, zeitlich befristetes Recht an einem Grundstück, auf- oder unter der Oberfläche ein Bauwerk zu errichten. Das Erbbaurecht ist belastbar, veräußerlich und vererbbar. Entgelt für die Gewährung eines Erbbaurechts ist der Erbbauzins. Ist das Vertragsobjekt noch nicht vollständig hergestellt, so müssen genaue Pläne und eine möglichst detaillierte Baubeschreibung Inhalt des Vertrags sein. Dies kann auch durch Verweisung auf eine andere notarielle Urkunde geschehen. Abweichungen und Ergänzungen hierzu sind in den Vertrag des Käufers aufzunehmen. Der Bauträger darf sich Änderungen in der Bauausführung nur insoweit vorbehalten, als sie dem Käufer unter Berücksichtigung der Interessen des Bauträgers zugemutet werden können ( §10 Nr. 4 AGBG). Bauträgerverträge sollen einen bestimmten Fertigstellungstermin enthalten, wobei zwischen bezugsfertiger Herstellung und vollständiger Fertigstellung differenziert werden sollte. Für den Fall der Terminüberschreitung sieht das Gesetz einen Anspruch des Käufers auf Schadensersatz vor. Im Vertrag kann auch eine Vertragsstrafe oder eine Entschädigung für den Nutzungsausfall vereinbart werden.

Ertragswert

Der Wert, der sich aufgrund der Rentabilität einer Liegenschaft errechnet. Im Gegensatz dazu: der Sachwert.

Fragen Sie uns nach der Ermittlung des Ertragswertes Ihrer Immobilie. Gern helfen wird hier weiter.

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Fertigstellung

Für die vollständige Fertigstellung ist die Erfüllung aller vertraglich vereinbarten Leistungen maßgeblich. Hierzu gehört auch die Beseitigung aller festgestellten Mängel.

Finanzierungsvollmacht

Will der Bauträger bei der Bestellung der Finanzierungsgrundpfandrechte nicht persönlich mitwirken, so kann er den Käufer zur Abgabe der entsprechenden Erklärungen bevollmächtigen.

Flurstück

Bezeichnet die Grundstücksläche mit einer Nummer, wodurch Ihr Grundstück genau zu identifizieren ist. Das Flurstück ist meist ein Teilstück einer größeren Grundfläche, genannt Flur. Einzusehen über das Katasteramt. Dort liegen die Flurpläne aus.

Fördermittel

Erkundigen Sie sich, ob Sie für Ihren Bau oder Kauf öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen können. Die Bundesländer vergeben zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse (einkommensabhängig). Junge Familien erhalten Nachrangkredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). KfW-Mittel gibt es auch für die Wohnungsmodernisierung in den neuen Bundesländern, sowie für energiesparende Baumaßnahmen in den alten Bundesländern. Höhe und Dauer der steuerlichen Förderung hängen vom Fertigstellungs- und Erwerbszeitpunkt ab. Angesichts der neuen Wohneigentumsförderung ist es unumgänglich, sich genau zu informieren, wie sich diese auf Ihre Finanzierung auswirkt. Lassen Sie sich professionell beraten!

Freistellungserklärung

Häufig sind die im Grundbuch in Abteilung III eingegebenen Grundpfandrechte höher als der Kaufpreis der Immobilie. Der Verkäufer/Notar fordert dann eine Freistellungserklärung der Gläubiger über die Höhe der eingetragenen Grundpfandrechte an und sichert so die lastenfreie Übergabe an den Käufer

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Gemeinschaftseigentum

Eigentum der Gesamtheit der Wohnungseigentümer an dem Grundstück sowie den Teilen, Anlagen und Errichtungen eines Gebäudes mit Eigentumswohnungen, die nicht im Sondereigentum der Wohnungseigentümer stehen, z.B. bei Eigentumswohnungen.

Gemeinschaftsordnung

In der Regel Bestandteil der Teilungserklärung. Regelt das Miteinander der einzelnen Wohnungseigentümer (Eigentumswohnungen in einem Objekt).

Gewährleistung

Die Frist für Gewährleistungsansprüche auf Baumängel beträgt nach VOB nur 2 Jahre, nach BGB 5 Jahre. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die BGB-Variante im Kaufvertrag beurkundet wird.

Grundbuch

Bei dem Amtsgericht geführtes Register, in dem die Besitz- und Rechtsverhältnisse an Grundstücken festgehalten sind. Es genießt öffentlichen Glauben, was bedeutet, dass jeder, der ein berechtigtes Interesse an der Einsichtnahme des Grundbuches hat, sich auf die Eintragungen verlassen kann. Nur durch Eintragung in das Grundbuch wird man Eigentümer.

Grundbuchlasten

Übernehmen Sie nach Möglichkeit immer ein lastenfreies (ohne Eintragungen) Grundbuch, da ansonsten wertmindernde Bedingungen zu Ihren Lasten gehen.

Grunderwerbssteuer

Eine bei Erwerb von Inländischen Grundstücken erhobene Steuer, die vom Erwerber zu tragen ist. Der Steuersatz beträgt aktuell in Schleswig-Holstein 6,5 % vom Erwerbspreis. Steuerbefreiung kann beim Erwerb von Verwandten in gerader Linie und vom Ehepartner erfolgen.

Grundpfandrechte

Ein Grundpfandrecht ist ein Pfandrecht an einem Grundstück. Es ermöglicht, dass Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (z.B. Erbbaurecht) als Kreditsicherheiten für Realkredite verwendet werden können. Grundpfandrechte sind die Hypothek, die Grundschuld und die Rentenschuld. Alle Grundpfandrechte müssen im Grundbuch in Abt. III eingetragen sein.

Grundschuld

Dingliche Sicherheit für eine Forderung für die das Grundstück haftet. Sie ist im Unterschied zur Hypothek vom Bestand der zugrunde liegenden Forderung unabhängig.

Grundschuldeintragungen

Prüfen Sie, ob Sie als Käufer bereits eingetragene Grundschulden übernehmen können. Insbesondere brieflose Grundschulden können unproblematisch übernommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kreditinstitut, evtl. ist die Grundschuld sogar zugunsten Ihres Kreditinstituts eingetragen. Sie können erhebliche Eintragungsgebühren des Notars und des Gerichtes sparen, der Verkäufer spart Löschungsgebühren.

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Haustechnik

Die Haustechnik umfasst alle sanitären, heizungstechnischen und elektrischen Anlagen in einem Objekt.

Hypothek

Häufig genutzte Form einer Finanzierung. Hypotheken werden von den Kreditinstituten, zur Absicherung ihrer Darlehensforderungen, in das Grundbuch eingetragen. Lieber ist den Instituten die Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch. Die Hypothek ist immer einem Kredit zugeordnet. Je mehr davon getilgt ist, desto geringer ist die Hypothek. Eine Grundschuld ist in der Höhe immer gleich, unabhängig von bereits getilgten Summen.

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Instandsetzung

Instandsetzungen werden notwendig durch Witterungseinflüsse, Abnutzung oder natürliche Alterung der Baustoffe. Beim Kauf ist darauf zu achten, wie hoch eventuell anfallende Instandhaltungskosten werden können. Diese sind in eine Finanzierung unbedingt mit einzukalkulieren.

Isolierung

Isoliert wird gegen Strom und Wasser. Im Sprachgebrauch wird oft von Schall- oder Wärmeisolierung gesprochen, was strenggenommen nicht korrekt ist. Richtig muss es heißen:  Schall- bzw. Wärmedämmung.

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Jahresheizwärmebedarf

Aus den Berechnungen des k- Wertes (Wärmeschutz), lässt sich der theoretische Jahres- Heizwärmebedarf ermitteln. Dies ist jedoch nur eine Berechnungsmöglichkeit, die nicht dem tatsächlichen Bedarf entsprechen muss, der von den individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer, besonders bezüglich der Raumtemperaturen und Art der Lüftung, abhängig ist.
Den Wärmeschutz eines Hauses müssen Sie bei Verkauf einer Immobilie nach der EnEV nachweisen (Gutachten). Dieses Gutachten erstellen wir für Sie auf Wunsch gern.

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Kataster / Katasteramt

Verzeichnis aller Grundstücke, diese werden bei den Katasterämtern geführt.

Klinker

Klinkersteine sind mit sehr hohen Temperaturen gebrannte Ziegel, die sich wegen ihrer Beständigkeit und Frostsicherheit besonders für die Verblendung bei zweischaligem Mauerwerk eignen.

Kreditbedarf

Ermitteln Sie sorgfältig Ihren Kreditbedarf. Zu niedrig angesetzte Baukosten oder Kaufnebenkosten können Ihre Finanzierung gefährden. Doch auch ein zu hoch angesetztes Darlehen kann teuer werden. Banken verlangen eine Nichtabnahmeentschädigung, wenn Sie einen Teil des Darlehens nicht abnehmen.
Hier informieren: www.kreditzentrale.com/thema/kredit-abloesen

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Lichte Höhe

Diese Höhe bezeichnet innerhalb eines Raumes die Höhe zwischen Oberkante Fertigfußboden und Unterkante Fertigdecke.

Liegenschaftsbuch

In Karteiform geführte Bestandsblätter nach Eigentümer geordnet, die alle Grundstücke eines Gemeindebezirks ausweisen (Liegenschaftsamt)

Löschungsbewilligung

Die Genehmigung des Berechtigten eines im Grundbuch eingetragenen Rechtes zur Löschung desselben. Sie bedarf der notariellen Unterschriftsbeglaubigung.

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Makler- und Bauträgerverordnung (MABV)

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MABV) ist die Basis und das rechtliche Gerüst von Bauträgerkaufverträgen. Hier ist unter anderem geregelt, wie die Zahlung des Kaufpreises nach Kaufpreisraten erfolgt und wie ein Käufer während der Bauphase im Konkursfall des Bauträgers geschützt ist.

Modernisierung

Von Modernisierung spricht man, wenn die Baukonstruktionen weitgehend erhalten bleiben, durch Verbesserung von Ausstattungsstandards und Erfüllung erhöhter Anforderungen des Bautenschutzes eine Wertsteigerung erreicht wird.  Dieser Begriff ist nicht mit der Sanierung zu verwechseln. Bei der Sanierung handelt es sich nicht um eine Verschönerung / Optimierung, sondern um eine grundlegende Reparatur von Bausubstanz, wie z.B. Erneuerung von Mauerwerk oder Putz, aber auch um eine Erneuerung von Rohrsystemen, elektrischen Anlagen bzgl. des Leitungssystems etc. Bei der Sanierung wird immer in die Substanz eingegriffen, wobei es bei einer Modernisierung/Renovierung meistens nicht zu solchen Eingriffen kommt.

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Nebenkosten

Bei der Planung der Finanzierung sollte ein wichtiger Faktor, der die Gesamtrechnung nicht unerheblich beeinflusst, mit berücksichtigt werden. Viele geraten in finanzielle Schwierigkeiten, weil die Nebenkosten nicht ausreichend kalkuliert waren. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Notar-, Grundbuch- und Gerichtskosten sowie Grunderwerbssteuer. Grob geschätzt benötigt man neben der reine Verkaufssumme noch 10% zusätzlich für Notar-, Grundbuch-, Gerichtskosten sowie Grunderwerbssteuer. Nicht zu vergessen, die Kosten bei Kauf über einen Makler (Provision/Courtage). Aufgrund dieser von den Banken nicht mitfinanzierten Kosten fordern Kreditinstitute häufig einen Eigenkapitalanteil von ca. 20% des Kaufpreises.
Als Nebenkosten  bezeichnet man auch die Kosten, die zum Bewohnen einer Immobilie anfallen (Strom / Gas / Öl / Wasser / Abfall / Abwasser / Versicherungen)

Konkret:
1. Grunderwerbssteuer in Schleswig-Holstein 6,5% des Kaufpreises
2. Notarkosten für Kaufvertrag 1-1,5% des Kaufpreises
3. Eintragung im Grundbuch ( durch den Notar): 0,5% des Kaufpreises
4. Nicht vergessen: Nebenkosten der Finanzierung, abhängig von der Finanzierungsform und der Institute,
5. Maklercourtage, abhängig vom Markt, Lage.
Rechnen Sie mit ca. 15% Kosten, zusätzlich zum Kaufpreises des Hauses. Diese Kosten lassen sich i.d.R. nicht mitfinanzieren. Bei Miete gilt bundesweit einheitlich gesetzlich: max. 2 Monatsmieten kalt (ohne Nebenkosten) plus Mehrwertsteuer.

Neu zu beachten bei Vermietung: Bestellerprinzip

Niedrigenergiehaus

Das Niedrigenergiehaus unterschreitet die von der Wärmeschutzverordnung geforderten Höchstwerte des Jahresheizwärmebedarfs um mindestens 25 % und wird durch das Eigenheimzulagegesetz mit einem zusätzlichen Zuschuss unterstützt.

Nießbrauch

Unvererbliches und nichtübertragbares dingliches Recht aus einem Grundstück oder einer Sache in ihrer Gesamtheit Nutzung zu ziehen.

Nominalzins

Der Zinssatz mit dem die Nominalschuld zu verzinsen ist. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Effektivzins, der auch die zusätzlichen Kreditkosten berücksichtigt und daher stets höher als der Nominalzins ist. Nominalzins ist der reine Zins, ohne alle zusätzlich anfallenden Gebühren.

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Optionstarif

Sie wurden von den Bausparkassen auf den Markt gebracht, für Kunden, die noch nicht wissen, ob und wann sie bauen möchten. Bei Options- oder Wahltarifen kann sich der Sparer auch nach Vertragsabschluss noch entscheiden, zwischen preisgünstigem Baudarlehen oder höherem Sparzins. Der Nachteil ist die undurchschaubare Tarifvielfalt und die Tatsache, dass diese Tarife meist teurer sind.

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Putz

Putzarbeiten werden unterschieden in Innen- und Außenputzarbeiten. Sie bilden eine Beschichtung, die die Außen- und Innenwände schützt.

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Regenwassernutzung

Werden Regenwasser und verbrauchtes Wasser aus Bad, Küche und Waschküche für Toilettenspülung, Gartenbewässerung etc., genutzt, reduziert sich die Abwassermenge um bis zu 70%.

Restschuld

Das ist der Schuldenstand des Hausherrn zu einem bestimmten Zeitpunkt oder insbesondere am Ende der vereinbarten Zinsbindungsfrist. Gute Vergleichsgröße für Baufinanzierungsangebote. Bei identischer Darlehenshöhe, identischer Festschreibungsfrist und identischer Rate, ist der Kredit mit der geringsten Restschuld am günstigsten.
Lassen Sie sich zu den Finanzierungsvorschlägen grundsätzlich einen Zins- und Tilgungsplan erstellen. Daraus können Sie die jeweilige Restschuld erkennen, die eine der wichtigsten Vergleichsgrößen bei der Beurteilung eines Kreditangebots ist! Ein günstiges Angebot erkennen Sie dann am niedrigsten Effektivzins und der niedrigsten Restschuld am Ende der Zinsbindung.

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Sachwert

Der Wert einer Immobilie, der sich zusammensetzt aus dem Bodenwert und dem Zeitwert des Gebäudes. Gegensatz: Ertragswert.

Die Ermittlung des Sachwertes / Verkehrswertes Ihrer Immobilie können Sie gern duch uns bekommen. Fragen Sie uns!

Schätzgebühren

Zahlen Sie keine Wertschätzungsgebühren für ein internes Beleihungsgutachten der Bank, das sie nicht zu sehen bekommen! Verhandeln Sie hartnäckig über den Wegfall der Gebühr oder wählen Sie ein Kreditinstitut, das generell keine Kosten für die Wertermittlung berechnet.

Schätzkosten

Verlangen die Kreditinstitute für die Ermittlung des Immobilienwertes, um daraus den Beleihungswert zu berechnen. Sie liegen meist zwischen 0,1 und 0,5 % des Schätzwertes oder Darlehensbetrages. Oft werden auch Kostenpauschalen in Rechnung gestellt.

Sondereigentum

Eigentum an einer Wohnung sowie nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen (Teileigentum). Gegensatz: Gemeinschaftseigentum.

Sondernutzungsrecht

Ist das Recht eines Wohneigentümers, einen bestimmten Bereich des gemeinschaftlichen Eigentums (z.B. eine Gartenfläche) in bestimmter Art und Weise unter Ausschluss der übrigen Wohnungseigentümer zu nutzen.

Sondertilgungen

Freiwillige Sonderzahlung, die über die vereinbarten Ratenzahlungen hinausgeht. Wirkt sich laufzeitverkürzend auf ein Darlehen aus. Je nach Darlehensgeber sind verschiedene Sondertilgungen kostenfrei möglich, ohne Höhe und Zeitpunkt vorab zu benennen. Versuchen Sie immer Sondertilgungen für Ihre Darlehen zu verhandeln, denn durch Sonderzahlungen verringern Sie die Zinslast für ein Darlehen erheblich. Darüber hinaus können Sie mit Sonderzahlungen die Laufzeit eines Kredits deutlich verkürzen.

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Tilgung

Nutzen Sie das niedrige Zinsniveau dazu, nach Möglichkeit ab mindestens 2 Prozent zu tilgen.

Tilgungsaussetzung

Die Tilgungsaussetzung ist eine Zeit am Anfang der Laufzeit eines Darlehens, in der keine Raten, sondern nur Zinsen gezahlt werden. Es erfolgt also keine Tilgung und die Restschuld bleibt in dieser Zeit konstant.

Tragende Wände

Diese Wände nehmen die Kräfte aus Decken und anderen darüber liegenden Bauteilen auf und leiten sie nach unten ab. Diese dürfen nur nach Klärung durch einen Architekten verändert werden, da sie für die Stabilität eines Gebäudes ausschlaggebend sind.

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Umbau

Umbauten verändern die bauliche Substanz und unterscheiden sich darin von Ausbaumaßnahmen.

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Vergleichswert

Beim Vergleichswertverfahren, das zur Bestimmung des Werts eines Objekts dient, werden für die Beurteilungskriterien vergleichbare Objekte herangezogen, deren Daten an das jeweilige Objekt angepasst werden. Wichtig ist hierbei, dass die Vergleichsobjekte in allen Aspekten mit dem zu schätzenden Objekt übereinstimmen.

Verkehrswert

Der Verkehrswert ist der im normalen Geschäftsverkehr auf dem Grundstücksmarkt zu erzielende Preis für ein Objekt.

Zur Ermittlung des Verkehrswertes gibt es verschiedene Verfahren, die gesetzlich geregelt sind.

1. Sachwert für Immobilien, die nicht ertragsorientiert genutzt werden

Bezeichnet den Wert einer Immobilie inkl. Grundstück und Nebenbauten. Der Sachwert ist die Grundlage des Verfahrens und wird nach der Methode NHK2010 (Normalherstellungskosten 2010) ermittelt. Dabei werden alle Bewertungen auf das Jahr 2010 normiert, um eine Vergleichbarkeit zu erzielen. Der Verkehrswert ergibt sich dann durch eine sachverständige Marktanpassung.

2. Ertragswert für Immobilien, die ertragsorientiert genutzt werden

Dieses Verfahren nach ImmoWertV ermittelt den Wert einer Immobilie anhand Grundstückswert, Einnahmen und Ausgaben. Der Verkehrswert wird dann sachverständig am Ende des Verfahren ermittelt.

3. Vergleichswertverfahren, für Immobilien die sich nach Verfahren 1 und 2 nicht bewerten lassen

Durch Marktvergleich vergleichbarer Immobilien wird ein Verkehrswert sachverständig ermittelt.

Fragen Sie uns, wenn Sie Ihre Immobilie bewerten lassen wollen. Wir sind geprüfte Immobilienbewerter für Wohnimmobilien mit großer Erfahrung in diesem Segmant.

Vorfälligkeitsentgelt / Vorfälligkeitszinsen

Fällt an, wenn der Hausherr das Hypothekendarlehen vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit kündigt. Das Berechnungsverfahren zur Bestimmung der Höhe ist gesetzlich geregelt.

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Wertermittlung

Zu unterscheiden sind drei Wertermittlungsverfahren, und zwar das Vergleichswertverfahren für alle Nutzungen, das Sachwertverfahren, das meist für eigengenutztes Eigentum anzuwenden ist, und das Ertragswertverfahren, das für vermietetes Eigentum oder Mischformen gewählt wird.

Wohnfläche

Zur Wohnfläche gehören nach §42 ii. BV alle Räume, die Wohnzwecken dienen, also auch die Küchen und Bäder, jedoch nicht Keller, Waschküchen, Trockenräume, Garagen, Abstellräume etc..

Wohnungseigentum

Ist das Sondereigentum an einer Wohnung in Verbindung mit dem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum (z. B. Grundstück, Treppenhaus, Fassade etc.)

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Zahlung nach Baufortschritt

Leisten Sie grundsätzlich keine Zahlungen, die nicht dem tatsächlichen Baufortschritt entsprechen. Bei Zahlungen an einen Bauträger müssen zudem alle Voraussetzungen des § 3 ff der MABV vorliegen und durch den Notar bestätigt worden sein. Die MABV sieht eine Ratenzahlung entsprechend dem Bauablauf mit bis zu sieben Raten vor. Die Zusammensetzung dieser Raten sollte vorab im notariellen Vertrag festgelegt werden. Zahlungen zu späteren als den vorgenannten Zeitpunkten können stets vereinbart werden. Zahlungen zu früheren Zeitpunkten können vereinbart werden, wenn dem Käufer eine Bürgschaft ausgehändigt wird, die den in der MABV genannten Anforderungen entspricht.

Zinsbindung

Lassen Sie sich einen langfristigen Finanzierungsplan erstellen. Bevorzugen Sie in der derzeitigen Niedrigzinsphase eine lange Zinsbindung von mindestens 10 Jahren. Je knapper Sie kalkulieren müssen, desto eher sollten Sie eine 15- oder 20jährige Zinsbindung ins Auge fassen, trotz des höheren Zinssatzes.

Nach neuester Rechtssprechung kann mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten jeder Finanzierungskredit nach 10 Jahren gekündigt werden, egal wie lang die Zinsbindung über die 10 Jahre hinaus ursprünglich vereinbart wurde.

Zweckerklärung

Der Begriff Zweckerklärung findet bei der Baufinanzierung Anwendung und wird zusammen mit der Grundschuld genannt.
Die Grundschuld ist wie die Hypothek ein Grundpfandrecht und wird im Grundbuch eingetragen. Anders als die Hypothek, die sich mit Abbezahlen des Darlehens verbraucht hat, bleibt die Grundschuld bestehen und kann für weitere Darlehen in Anspruch genommen werden. Beide Attribute leisten Sicherheit für das Kredit gebende Institut bis zur Höhe des eingetragenen Betrags nebst den eingetragenen Zinsen. Damit ist die Zweckerklärung, auch Zweckbestimmungserklärung genannt, ein vertragliches Übereinkommen zwischen dem Kreditnehmer und der Bank. Sie erklärt detailliert, für welche Verbindlichkeiten die eingetragene Grundschuld als Sicherheit dient.
Die Zweckerklärung wird bei der Bank unterzeichnet. Wegen der für einen Laien unüberschaubaren Komplexität ist auf jeden Fall anzuraten, vorher einen Notar zu konsultieren, der über die Risiken genau Auskunft geben kann. Einheitliche Ratschläge sind hier Fehl am Platz, weil eine Zweckerklärung kein Standardformular ist, das für alle Kreditnehmer Anwendung findet.

Was ist eine Zweckerklärung?
Wie oben beschrieben, ist eine Grundschuld – anders als die Hypothek - nicht an ein bestimmtes Darlehen gekoppelt. Aus diesem Grund müssen Darlehensnehmer und Gläubiger in einem weiteren Vertrag regeln, welche Schulden durch die Grundschuld gesichert sein sollen. Dieser weitere Vertrag repräsentiert die Zweckerklärung. Sie bestimmt das Haftungsrisiko des Eigentümers. Er steht damit nicht nur für die jetzt aufgenommenen Darlehen gerade, sondern nach der Zweckerklärung auch für künftige Darlehen. Dahinter verbirgt sich mitunter eine heikle Angelegenheit, zumindest wenn mehrere Personen, z.B. ein Ehepaar, die Grundschuld und die Zweckerklärung unterschreiben. Viele Bankformulare sehen nämlich vor, dass jeder für die Schulden des anderen Partners haftet, auch wenn dieser von neuen Kreditaufnahmen nichts erfahren hat. Der Gläubiger könnte also unter Umständen auf das gesamte Vermögen beider Partner zugreifen.
Generell müssen Erklärungen, die für die Eintragung eines Grundpfandrechtes erforderlich sind, beim Notar abgegeben werden. Sein Job ist es dann, die Unterlagen vorzubereiten, seinen Mandanten die oft sehr komplizierten Klauseln näher zu bringen und dafür zu sorgen, dass die korrekte Grundbucheintragung stattfindet, damit der Kredit schnell ausbezahlt wird

Zwischenfinanzierung

Bereitstellung kurzfristiger Baugelder, deren Ablösung durch Mittel der Dauerfinanzierung vorgesehen ist.

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